Kritik an Parental Alienation Syndrome (PAS) nach Richard Gardner

 

aBei dem Artikel handelt es sich um die Erweiterung des Beitrags: „PAS – Das Parental Alienation Syndrome: Eine Fiktion mit schwerwiegenden familienrechtlichen Folgen, erschienen in: Sozialmagazin 6/2001, S. 24-29

Das sogenannte „PAS“ – eine falsche Theorie
mit schwerwiegenden familienrechtlichen Folgen.

Selbst Gardner bestätigt, dass seine Theorie bei Gewaltanwendung ,Vernachlässigung oder Verdacht sexuellem Kindesmissbrauch nicht angewendet werden darf.( Kritikpunkt letzter Abschnitt.)

Erklärung

Im Zuge der Forderung nach mehr Vaterschaft zur Einlösung von Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und zur Entwicklung egalitärer Geschlechterrollen seit den 80er Jahren hat sich die Rede von der Notwendigkeit des Vaters für das Kind immer stärker verallgemeinert. Diese Rede ist nicht ausreichend durch Forschung belegt worden, die bisher deutlich macht, daß eine positive Bedeutung des Vaters an Bedingungen geknüpft ist und als generalisierte, quasi biologisch begründete, Behauptung falsch bleiben muß. Kenntnisse liegen dagegen u.a. aus der Alleinerziehendenforschung vor, die ergeben hat, daß Kinder in allererster Linie keine ideologisch besetzten Vater- oder Mutterfiguren brauchen, sondern Menschen, die sich ihnen positiv und verläßlich emotional zuwenden und sie verantwortlich versorgen (vgl. Heiliger 1991, Emmerl 2000). Quer zur gesellschaftlichen Entwicklung formierte sich eine neue Vaterrechtsbewegung, die in wachsenden Maße und mit rasch zunehmender Militanz (vgl. u.a. `radikale Väter) mehr Rechte am Kind (zurück-) fordert und die Debatte um väterliche Beteiligung am Erziehungsalltag aushebelt zugunsten eines feindeseligen Kampfes gegen Mütter.

Mit dem neuen Kindschaftsrecht, das die Rechte des Kindes auf Beziehung zu beiden Eltern stärken wollte, fühlen sich nun immer mehr Gerichte dazu veranlaßt, die Rechte des Vater zu vertreten: wenn die Mutter dem Vater den Umgang mit dem Kind verweigert oder erschwert, Mutter und Kind zum Umgang mit dem Vater zu zwingen in der Annahme, daß dies sowohl seinem Recht als Kindsvater als auch dem Wohl des Kindes entspricht. Dies geht u.U. soweit, die Mutter mit der Drohung unter Druck zu setzen, ihr könne das Sorgerecht entzogen und die Übersiedelung des Kindes zum Vater angeordnet werden.

Die Vereinigung von entrechteten Vätern, die sich nichts mehr gefallen lassen!Den Müttern, die unbegründeten,krimininellen Kindesentzug an Vätern betreiben, wird hiermit der ebenso brutale und rücksichtslose Krieg erklärt! Rache für unsere Kinder! (Zitat aus einem Urteil aus dem Jahre 1996)

Auch wenn kaum eines der klassischen Sorgerechtskriterien in der Person des Vaters erfüllt ist@ (Pötz-Neuburger 1999, S. 152). Das Recht auf Umgang des Vaters mit dem Kind scheint hier als grundsätzliche Linie ohne Rücksicht auf bestehende Konflikte und auch ohne Rücksicht auf den Willen und den Schutz des Kindes, durchaus auch mit einer Umgangspflegschaft oder der letzten Konsequenz des Sorgerechtsentzugs für die Mutter durchgesetzt zu werden.So werden die Umgangsrechte von Vätern selbst dann besonders betont, wenn Anlaß zur Besorgnis besteht@ (Jakob 1998, S. 101)

Zur Erfindung des `PASA

Zur Erfindung des `PASADas sogenannte `PAS- Parental Alienation SyndromeA ist ein Instrument, mit dem diese Praxis der Umgangs- oder Sorgerechte in zunehmendem Maße begründet werden. Es handelt sich hierbei um eine nach Deutschland importierte Erfindung des US-amerikanischen Kinderpsychiaters Gardner (1992). In den USA tobt der Kampf um Rechte an Kindern schon länger und härter als (bisher) in der BRD (vgl. Chesler 1986) und für nahezu jede Theorie und Praxis können aus den USA Ansätze bezogen werden in der Absicht, sie hier als erprobtes und gesichertes Wissen darzustellen. Dieses ?Syndrom@ soll besagen, daß der betreuende Elternteil, in der Regel die Mutter, das Kind dem Vater durch negative Beeinflussung und Verweigerung des Umgangs entfremde.Es wird behauptet,dem Kind werde damit ?die Grundvoraussetzung für die eigene gesunde Persönlichkeitsentwicklung entzogen@ (Fischer1998, S.306) und es werde ihm ?schwerer emotionaler Schaden@ (Ward u.a. 1998, S.238) und ?seelische Kindeswohlgefährdung@ (Kodjoe/Koeppel 1998, S.24) zugefügt. In den wenigen vorfindlichen Beiträgen zu den Thema wird implizit davon ausgegangen, daß das Kind den Vater immer liebe, sonst habe die Mutter das Kind aus egoistischen Motiven und in verantwortungsloser Weise manipuliert, eine Ablehnung des Vaters durch das Kind könne es nicht geben und brauche auch gar nicht respektiert zu werden (s.u.). Eine enge Mutter- Kind-Beziehung wird als?pathogene Angstbindung …, die im Gewand inniger Liebe, Besorgnis und Aufmerksamkeit für das Kind daherkommt@, abgewertet (Kodjoe/Koeppel 1998,S.14). Inakzeptable Positionen militanter Väterorganisationen statt fachlich angemessene Reflexionen spiegeln sich in diesen Auffassungen wider (vgl. Gerth 1998). So üben selbst Salzgeber und Stadler, die als Vorstand der GWG (Gesellschaft für wissenschaftliche Gerichts-und Rechtspsychologie) eine Vielzahl von familienrechtlichen Gutachten zu verantworten haben, in denen die `PASA-Theorie in z.T. haarsträubender Weise gegen Mutter und Kind umgesetzt wird (s.u.), hier Kritik: `sicherlich bedenklich für das Kindeswohl im Einzelfall (ist es), wenn das PAS nun im deutschen Sprachraum im anwaltlichen Schriftsatz bei Sorge- und Umgangsstreitigkeiten als Allheilmittel oder psychologisch verbrämte Keule auftaucht. Fast immer wendet sich diese Keule gegen Verhalten der Mutter als der Ursache von PAS, wenn es Probleme mit dem Umgang oder Sorgerecht gibtA (1998, S. 168). Sie kritisieren ferner die tendenziöse deutsche Übertragung von Gardner, der `PASA als diagnostische Kategorie vorschlage und `wiederholt darauf verwiesen hat, daß die Diagnose PAS keineswegs verkürzt als Kriterium einer Sorgerechtsempfehlung taugtA (ebd.). Sie werfen Kodjoe/ Koeppel, die hier als Protagonisten der tendenziösen Übertragung auftreten, vor, entsprechende Hinweise und Differenzierungen von Gardner zu unterschlagen. Aus dieser Kritik von Salzgeber/Stadler wird deutlich, daß Kodjoe/Koeppel den Vorschlag von Gardner benutzen, um ihn als Instrument im Kampf gegen Mütter einzusetzen, die den Umgang des Kindsvaters für das Kind als schädlich betrachten. Daß entsprechende Bedenken von Müttern durchaus realistische Gründe haben können, wird hier grundsätzlich ausgeschlossen und den Müttern umgekehrt die Erziehungseignung abgesprochen (vgl. Pötz-Neuburger 1999, Salzgeber/ Stadler 1998). Offen gegen das Kindeswohl gerichtet erscheint die Argumentation der deutschen PASAnhängerInnen, wenn es um den Kindeswillen geht.

Hier wird offenkundig, daß es bei der deutschen PAS-Übertragung nicht um das Kind geht, wenn Aussagen und Willensäußerungen des Kindes übergangen werden, ja sogar Fachkräfte dazu aufgerufen werden, diese zu mißachten, wenn sich in ihnen die Ablehnung eines Elternteils ausdrückt :

Oftmals erscheint es als die bequemste Lösung, dem Willen des Kindes nachzugeben, zumal er sich so überzeugend äußert. Damit lassen sich jedoch auch Richter, Sozialpädagogen und Sachverständige in das dysfunktionale System des programmierenden Elternteils einbinden… das gilt es mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern. Ein gerichtlich angeordneter (und durchgesetzter) Umgang verschafft den Kindern die Nische, die sie brauchen: Sie müssen zum abgelehnten Elternteil gehen, sie verraten den geliebten Elternteil nicht@ (Kodjoe/Koeppel a.a.O., S.21). Der gerichtlich angeordnete und durchgesetzte Umgang gegen den Willen des Kindes -in realen Fällen sogar eine Sorgerechtsübertragung auf den Vater – wird hier als die ultimaratio definiert und die Behauptung aufgestellt, mit diesem Weg seien gute Erfahrungen gemacht worden (vgl. ebd.), was nach Salzgeber/Stadler jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt: A…für den Erfolg einer diesbezüglichen Praxis ist bisher keine nennenswerte empirische Grundlage, geschweige denn Überprüfung bekannt@ (Salzgeber/Stadler 1998, S. 170).

PAS als `Keule gegen sexuellen Mißbrauchsvorwurf  nach Cochemer Familienmodel

Besonders problematisch stellt sich die Situation dar, sobald von der Mutter der Verdacht des sexuellen Mißbrauchs gegen den Kindsvater erhoben wird und sie den Umgang verweigert,um das Kind vor weiteren Schädigungen zu schützen.Strafanträge greifen  durch ein Verfahrenshindernis regelmäßig nicht. 

In solchen Fällen ist Müttern bereits tatsächlich das Sorgerecht entzogen und sind die Kinder dem Vater überlassen worden, wenn der Verdacht nicht eindeutig erhärtet werden konnte, die Mütter jedoch aufgrund von Äußerungen und Symptomen der Kinder von der Tatsache des Mißbrauchs ausgingen und an der Verweigerung des Umgangs festhielten (s.u.).Selbst , wenn es schwerwiegende Indizien gibt, arbeitet das Familiengericht nach GG Art. & Abs. 2 und 3 um eine Einigung der Eltern zu erziehlen welches auch im GewSCHG Art 3 Abs.1 verankert ist. Die Verweigerung wird hier als Zeichen einer Erziehungsungeeignetheit@ (Pötz-Neuburger 1999, S. 151) der Mutter bewertet und eine berechtigte Sorge zum Schutz des Kindes ignoriert bzw. geleugnet. (diese Strategie deutet auf immer noch auf das Kentler Experiment)Mütter und Kinder welche den Vorwurf erhoben haben, sind dem Familienprozess schutzlos  ausgliefert.

Eine schriftliche Anfrage des Abgeordnetenhauses Berlin

Link : Anfrage Nr. 18/13 018

Link : Anfrage Nr. 18/13329

Der sexuelle Mißbrauch eines Kindes ist seiner Natur nach ein heimliches
Delikt. Neutrale, an dem fraglichen Geschehen unbeteiligte Beobachter gibt es in der
Regel nicht. Der einzige unmittelbare Zeuge ist das mutmaßliche Tatopfer@ (Urteil LG Mainzv. 21.7.97, in: Streit 1/99, S. 24). Die Urteilsbegründung zeigt hier auf, wie leicht es ist, das betroffene Kind für unglaubwürdig zu erklären: Als einzige Beweismittel bleiben .. in der Regel die Angaben des mutmaßlichen Tatopfers. Dabei … stoßen die Aufklärungsmöglichkeiten oft an natürliche Grenzen. Ein (Klein) Kind soll einen Vorgang, dessen Bedeutung es entweder gar nicht oder andeutungsweise verstanden hat, so schildern, daß Erwachsene (Juristen) ihn verstehen. Von ihm wird etwas erwartet, was viele Erwachsene nicht zu leisten vermögen, nämlich die schlüssige, strukturierte Schilderung komplexer Vorgänge. Kindliches Aussageverhalten macht es leicht, Zweifel am objektiven Wahrheitsgehalt zu äußern, auch wenn vernünftigerweise kein Zweifel geboten ist@ (ebd. S. 26).

Die Beweisnot, die als immanenter Bestandteil und Ergebnis der Täterstrategien bei sexuellem Mißbrauch an Kindern angesehen werden kann (vgl. Heiliger 2000), führte zur Behauptung des Mißbrauchs mit dem Mißbrauch@ (vgl. Riedel-Breidenstein 1996) und angeblicher Häufung von Falschbeschuldigungen@, wofür es keine empirische Basis gibt: Immer wieder aufgestellte Behauptungen, im Zusammenhang mit familienrechtlichen Auseinandersetzungen erhobene Mißbrauchsvorwürfe seien in der überwiegenden Zahl der Fälle falsch,haben keine gesicherte Grundlage.

Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es bisher kein
zuverlässiges Datenmaterial (Volbert 1995, S.55, 1995 a S.24)@ (Urteil a.a.O., S.27, vgl.
auch Faller 1991, Thoeness e.a. 1992, Wakefield/Unterwager 1991).

Busse,Steller und Volbert(2000) sind nun in einem Forschungsprojekt Sexueller Mißbrauchsverdacht in familienrechtlichen Verfahren der Frage gezielt nachgegangen, ob von einem `Massenphänomen der Falschbeschuldigung (ebd. S.8) gesprochen werden könne, wie immer wieder behauptet
wird … (vgl. Fegert 1995).

Die AutorInnen führten eine Aktenauswertung familiengerichtlicher
Verfahren an zwei Familiengerichten in Berlin durch. Aus drei Jahrgängen wurden die Fälle mit sexuellem Mißbrauchsvorwurf herausgefiltert und näher analysiert.

Im Ergebnis zeigte sich, daß insgesamt in sehr wenigen Fällen, in ca. 3 Prozent, überhaupt dieser Vorwurf geäußert wurde: Bei der Auswertung von 1352 Akten zur Frage der Umgangsregelung aus den Jahrgängen 1988, 1993 und 1995 befanden sich 45 (3,3%) Fälle, bei denen in irgendeiner Form ein sexueller Mißbrauchsverdacht zur Sprache kam. Eine Stichprobe von 1500 Sorgerechtsakten aus den drei genannten Jahrgängen erbrachte ebenfalls 45 (3%), die einen sexuellen Mißbrauchsvorwurf beinhaltetenA (ebd. S. 83).

Die AutorInnen ziehen aus ihren Forschungsergebnissen die Schlußfolgerung, daß die Behauptung einer großen Häufigkeit von entsprechenden Vorwürfen nicht gerechtfertigt sei: `Aussagen sowohl in der Fachöffentlichkeit als auch in der Praxis über eine in den neunziger Jahren einsetzende drastische Zunahme
familiengerichtlicher Verfahren, in denen der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs erhoben wurde, können nach den vorliegenden Ergebnissen nicht gestützt werden… Dieses Ergebnis der Untersuchung steht in Übereinstimmung mit vergleichbaren Untersuchungen aus den USA, die ebenfalls die These einer erheblichen Zunahme von sexuellen Mißbrauchsvorwürfen in Familiengerichtsverfahren nicht bestätigen konnten (McIntosh & Prinz 1993, Thoennes& Tjaden 1990) (ebd., S. 84).
Die Untersuchung betont, daß in denjenigen Fällen, in denen der Verdacht geäußert wurde, auch dies in der Regel nur mit größter Vorsicht geschehen sei und oft im familienrechtlichen Verfahren gar nicht weiter verfolgt worden sei. Die Mehrzahl der Vorwürfe ließ sich erwartungsgemäß nicht nachweisen, was jedoch nicht den Gegenschluß der Falschbeschuldigung begründen kann. An den analysierten Gutachten wird von Busse, Steller und Volbert kritisiert, daß das methodische Vorgehen bei der Abklärung des Mißbrauchsvorwurfs erhebliche Mängel aufgewiesen hätte. Ferner kritisieren sie an den von ihnen durchgearbeiteten Verfahren, daß der Wille des Kindes oftmals keine oder nicht ausreichend Beachtung gefunden habe, `obwohl Literatur und Rechtsprechung davon ausgehen, daß eine sich am Kindeswohl orientierende Entscheidung nicht gegen den erkennbaren Willen des Kindes getroffen werden kannA (S. 100).

Nach der Berliner Untersuchung kann auf jeden Fall die Behauptung häufiger Falschbeschuldigungen nicht mehr aufgestellt werden.

Diese Behauptung hat mit großer Wahrscheinlichkeit zum Schutz von Tätern und zur Fortsetzung ihrer Mißbrauchsstrategien, zur Schutzlosigkeit des real betroffenen Kindes und sogar zur Auslieferung des Kindes an den unter Verdacht
stehenden Vater geführt, der seine `Rechte am Kind@ gegen den erkennbaren Kindeswillen durchsetzte. (Berliner Senat 13UF 157-15)

Suche nach Auswegen

In den meisten der Gutachten dieser `PASA-Anhänger wird die Beziehung des Kindes zum Vater als besonders wichtig, ihr Fehlen an sich – ohne Berücksichtigung der Qualität der Beziehung und selbst bei sexuellem Mißbrauch, wie zu sehen war – als entwicklungsschädigend dargestellt jeweils ohne einschlägige Nachweise in der Forschung. Der Mutter wird beim Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs gegen den Vater Suggestion des Kindes vorgeworfen, während es forschungsmäßig bisher nicht nachzuweisen war, daß Kindern ein Erlebnis wie sexueller Mißbrauch eingeredet werden kann (vgl. LG Mainz a.a.O., Volbert/Pieters 1996, Ceci und Bruck 1993). Aus dieser Sachlage heraus wird im Urteil des LG Mainz die Schlußfolgerung gezogen, es läge möglicherweise eine Art Suggestionswahn vor: ?Eine Auseinandersetzung
mit der Forschungslage wirft die Frage auf, ob sich statt der häufig behaupteten
Mißbrauchshysterie in Deutschland nicht in Wirklichkeit eine Suggestionshysterie entwickelt hat@ (LG Mainz a.a.O., S 29). Angesichts des bekannten hohen Ausmaßes von Männergewalt gegen Frauen und Kinder in der Familie (vgl. Heiliger 2000b), gegen die das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen vorgeht, liegt es auf der Hand, daß Kinder vor nicht wenigen Vätern zu schützen sind. Doch wird es im Gegenteil Müttern verstärkt nach dem Inkrafttreten des neuen Kindschaftsrechts nahezu unmöglich gemacht, ihren Kindern diesen Schutz zu geben. Sie werden oftmals gezwungen, selbst polizei- und justizbekannten Schlägern ihre Kinder auszuliefern und die absurde Meinung, ein Vater, der das Kind sexuell mißbraucht habe, sei dennoch als Vater für das Kind wertvoll, wird allen Ernstes in familienrechtlichen Gutachten vertreten.

Mütter suchen daher verzweifelt nach Möglichkeiten, Hilfe zum Schutz ihres Kindes zu erlangen und eine politische Lösung der gegenwärtigen Situation anzustoßen.

Seit kurzem geistert die Behauptung durch die sozialen Kanäle, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) würde das „Parental Alienation Syndrome“ (PAS) in ihre neue ICD-11-Liste aufnehmen. Kurz: Das sind #FakeNews. Wir erklären, warum.

über HOAX: Parental Alienation Syndrome (PAS) und die WHO — MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende e.V. i.G.

 

 

3 Gedanken zu „Kritik an Parental Alienation Syndrome (PAS) nach Richard Gardner

  1. Me, Myself and I – Transformationen des Ich

    Buch-Neuerscheinung:

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

    Aufrichtig gesprochen, „Ich“ war niemals frei zu handeln, vielmehr handelte es sich .. in einer Gitterbox kausaler Bestimmtheiten.
    Wir können garnicht tun, sondern wir ereignen uns.
    Notwendig ist künftig eine praktische Existenzphilosophie zur Rechtfertigung des Subjekthaften gegen die Zudringlichkeit der Verobjektivierung.
    Sind wir zwar nicht eigentlich frei zu handeln, liegt unsere eigentümliche Freiheit dennoch auf dem Grund unseres Seins. Möglicherweise haben wir uns demnach den Käfig der kategorischen Gesetztheit selbst geflochten. Freiheit wurde auf dem Weg vom Sein in die Existenz zur Bestimmtheit. Allein im Bewußt-Sein ist somit die funktionale Verbindung von Freiheit und Bestimmung zu suchen.

    Mit dem Buch „Ausgesetzt zur Existenz“ fordert der Autor Franz Sternbald Sie auf: Holen Sie sich ihr Ego zurück; Werden Sie sich dessen gewahr Wer Ihr Ich eigentlich ist!
    „ Was soll nicht alles meine Sache sein …..,nur die meinige soll nicht meine Sache sein?! “

    Ich zu sein, vermag nur Ich selbst

    aber …

    Wer ist eigentlich ICH?
    Zu welchem Zweck behaupten wir ein subjektives Ego, und worin besteht ein objektiv legitimierender Sinn für die Forderung nach Anerkennung eines
    unbezähmbaren Geistes der uneingeschränkten Subjektivität

    Zu welchem Ziel strebt letztlich die Entwicklung der Selbstbewußtwerdung alles Lebendigen?
    In welchem überragend widerspruchsvollen Verhältnis steht das absolute Selbst zur Endlichkeit seines individuellen Daseins?
    Kierkegaard verstehen .. : “ Das Selbst ist ein Verhältnis, das sich zu sich selbst verhält, oder ist das am Verhältnis, dass das Verhältnis sich zu sich selbst verhält; das Selbst ist nicht das Verhältnis, sondern, dass das Verhältnis sich zu sich selbst verhält “
    Mit diesem Buch wird ein Deutungsversuch unternommen für das Ego als einem Ding, oszillierend zwischen Dualität und Polarität, von Identität und Alienation, von Eigentümlichkeit und Entfremdung,
    auf dem Weg von Mir zu Dir

    Von nun an wird Ich nicht mehr gezählt, sondern gewogen

    *

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

    ***

    „Indem es es selbst sein will,
    gründet das Selbst in der Macht, die es gesetzt hat“

    Gefällt 1 Person

  2. […] In Deutschland und Europa hat sich eine antifeministische Männerrechtslobby entwickelt, auch Maskulisten genannt, die im Namen von „Väterrechten“ massiv Einfluss auf das Familienrecht ausübt. Diese Lobby argumentiert mit der unumstößlichen Notwendigkeit der Präsenz des Vaters für die Entwicklung des Kindes und fordert mehr Vaterschaft: Väter seien unter allen Umständen – auch wenn Gewalt oder Vernachlässigung vorlagen – notwendige Bezugspersonen und hätten ein Recht auf Umgang.1 […]

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