Interview ehem.Juso Vorsitzender M.Krieger – WÄRA-Geldsystem

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Ökonomische Problemlösungen jenseits der herrschenden Lehre gewinnen wieder vermehrt an Popularität.

Zum 10 jährigen bestehen des Familienkammer Förder-Vereins , konnten wir M. Krieger interviewen einen früheren Juso Vorsitzendenden und Mitstreiter welcher zusammen mit Heidemarie Wieczorek-Zeul  als Jungsozialisten von Mitbestimmung sprachen, die Partnerschaftsideologie zwischen Kapital und Arbeit“ .

M.Krieger ist Zeitzeuge des damaligen Wirtschaftswiderstandes.

Ein Teil der Parteijugend verließ die SPD und gründete 1931 eine neue, die „Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands“, zu der auch Willy Brandt gehörte.Auch nach dem Kriege, als sie sich 1961 vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund trennte, der später zur Keimzelle der revoltierenden Apo wurde. Die anfangs parteitreue Ersatzorganisation, der Sozialdemokratische Hochschulbund (SHB), geriet binnen vier Jahren zum SDS-Nachfolger — sie distanzierte sich von der Volkspartei-Ideologie .Übrig blieben die Jungsozialisten.Sie versammeln sich In „Arbeitsgemeinschaften“. In vielen Ortsvereinen, in allen Unterbezirken und Bezirken sind sie dabei. Sie wählen einen eigenen Bundesvorstand und geben eigene Zeitungen heraus.Die Jungsozialisten welche damals eine ,,systemsprengende Reform“und „antikapitalistische Strategie“ entwickelten sich damals zu einer zuverlässige Truppe sozialdemokratischer Musterschüler.

Während der Revolution in Etappen, so beschlossen die Jungsozialisten in München, soll

* „die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel … durch gesellschaftlich kontrollierte Organe übernommen werden“;

* sollen „die Großbanken, Kapitalsammelstellen sowie die Schlüsselindustrie (Stahl, Chemie, Energie usw.) … verstaatlicht werden“;

* „mindestens 50 Prozent der ausgeschütteten und einbehaltenen Gewinne“ in einen überbetrieblichen Kollektivfonds eingezahlt und „von den Vertretern der Arbeitnehmer verwaltet werden.Die damailige Vergesellschaftung, als letztes Mittel gegen Machtmißbrauch durch Monopole“ zu bezeichnen, vermochten sich die Sozialdemokraten nicht durchzuringen. 

* „Die Geltendmachung des gesamten Werbeaufwandes für ausschließlich manipulative Reklame wird ersatzlos gestrichen (informative Werbung weiterhin absetzbar).“ 

* Die Staatseinnahmen aus der Einkommensteuer sollen um zehn Prozent steigen, „wobei der Spitzensteuersatz von 80 Prozent bei 200 000 DM erreicht wird“. > „Berufliche Freistellung eines Elternteils mindestens bis zum Abschluß des ersten Lebensjahres ihres Kindes mit entsprechender finanzieller Absicherung.<„

Die Bürger sollten erfahren, warum alles so im argen liegt — wegen des Kapitalismus, wie die Jusos damals  richtig erkannten. Die Städte-Misere resultiere aus dem Bodenrecht, das wenigen Groß-Grundeignern auf Kosten der Allgemeinheit Millionen-Profite beschere, und aus der Eigenart privatwirtschaftlich organisierter Staaten, der Befriedigung von Verbraucher-Wünschen Vorrang vor der Deckung des öffentlichen Bedarfs einzuräumen um , dem Mietwucher, Wohnungsnot, Verkehrschaos und, vor allem, beim Mangel an kommunalen Einrichtungen — vom Kindergarten bis zum Krankenhaus, vom Jugendzentrum bis zum Altersheim entgegenzustehen..

 

M.Krieger berichtete, was seine Familie ueber das 1929 in Erfurt gegründete WÄRA–. Tauschgesellschaft Geldsytem in alternativen Arten zu leben und zu wirtschaften an Wissen erlangten.Menschenwürde verlangt nach einer sozialen Grundsicherung, damit nicht Existenzangst, sondern soziale und kreative Antriebe zur Arbeit motivieren. Auch Erziehungs- und Familienarbeit sollte ihre angemessene Gegenleistung durch die Gemeinschaft finden.

Heutzutage gewinnt es immer mehr an Aufmerksamkeit. Regionalgelder als kreative
Innovation sind ein Beispiel hierfür ; als Theorie setzen sie nicht nur am sensibelsten Teil der Wirtschaftsordnung an, sondern können praktisch auch umgehend von privater Hand initiiert werden.Wir fragten nach. Das WÄRA System wurde 1929 in Erfurt ,,Tauschgesellschaft,, gegründet und war konzipiert als Geldsystem mit Umlaufsicherung um Zinz-Erpressung zu verhindern. Dieses Wissen ist in allen Regionalgeldern präsent .Berliner ,Chiemgauer o.Spreeblüte. Prenzlauer Knochengeld ?
,,Die größte Erfindung des menschlichen Geistes,, ?

Merkwürdige Erscheinung, dass sich Geld beim Verleihen und Investieren durch Zins und Zinseszins, Dividenden und Renditen auf wundersame Weise vermehrt, und zwar ungeschickterweise gerade bei denjenigen, die tendenziell ohnehin schon mehr haben, als sie momentan brauchen. Das Anhäufen von Geld zum Selbstzweck überschreitet bei den einen auch künftigen Bedarf bei weitem, während es den anderen die Befriedigung des gegenwärtigen Bedarfs verwehrt. Die Folge ist ein  Auf und Ab der Wirtschaft. Rezessionen und konjunkturelle Überhitzung lösen sich ab und hinterlassen Pleiten, Arbeitslosigkeit und Elend. Bei dem Versuch, diese Berg- und Talfahrt zu verstetigen, kurbelt staatliche Wirtschaftspolitik entweder mit Subventionen,  Investitionsprogrammen und Exportförderung – und alles auf Pump – die Wirtschaft an und beschleunigt den Wettlauf in den ökologischen Kollaps. Oder sie wählt einen Sparkurs und lässt die Zahlen der Arbeitslosen und der Sozialhilfeempfänger in die Höhe schießen.

 

 

 

 

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